Wissenswertes zur Kernspintomographie (MRT)
Was ist Kernspintomographie?
Mit diesem Verfahren kann man sehr aussagekräftige Schnittbilder von allen Körperregionen herstellen. Man kann sich also bestimmte Körperregionen ansehen und auf krankhafte Veränderungen untersuchen.
Wie funtkioniert Kerspinspintomographie?
Zuerst einmal: ohne Röntgenstrahlen.
Das Verfahren an sich ist sehr kompliziert. Im Wesentlichen werden starke Magnetfelder (ca. 10.000 mal stärker als das Magnetfeld der Erde) und Radiowellen verwendet. Diese Wellen und Magnetfelder werden von Ihnen nicht wahrgenommen und sind unschädlich.
Muss die Untersuchung in einer Röhre stattfinden?
Die meisten Kernspintomographen sind „Röhren“. Im Laufe der Entwicklung neuer Geräte ist jedoch die Gantry, wie der Teil des Gerätes auch heißt, in dem die Patienten liegen, weiter und kürzer geworden, so wie bei unserem Gerät modernster Bauart. Nach wie vor bietet aus physikalischen Gründen die „Röhre“ das beste Magnetfeld.
Diese Qualität des Magnetfeldes ist entscheidend für die Bildqualität und damit für die Aussagekraft einer Untersuchung.
Warum kann man den Kopf und das Knie nicht gleichzeitig untersuchen?
Zum einen ist man bei der Untersuchung beschränkt auf ein maximales Messfeld von 50 cm, mehr kann man nicht abbilden.
Weiter gilt, je größer das Messfeld, umso ungenauer („unschärfer“) werden die Aufnahmen, weil die „Aufnahmekapazität“ des Gerätes beschränkt ist.
Weiter können nicht die für die einzelnen Körperregionen vorgesehenen Spulen eingesetzt werden, was erheblich die Bildqualität verschlechtert.
Wie lange dauert eine Untersuchung?
Dies ist unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab.
Wir nehmen uns hier in der Praxis im Durchschnitt pro Patient 30 Minuten für die Untersuchung Zeit. Genügend Zeit, um präzise und aussagekräftige Bilder zu erstellen, aber so wenig Zeit wie möglich, um den Patienten oder die Patientin nicht unnötig im Gerät liegen lassen zu müssen (hierfür sind z.B. Schulterpatienten dankbar, denen die Schulter bei längerem Liegen sehr schmerzen kann oder Patienten mit einem schmerzhaften Bandscheibenvorfall).
Warum darf man sich während der Untersuchung nicht bewegen?
Das ist so wie früher bei Fotoaufnahmen mit einer längeren Belichtungszeit. Auch die Bilder, die bei der Untersuchung erzeugt werden, können „verwackelt“ werden und im ungünstigsten Fall dazu führen, dass die Untersuchung nicht verwertbar ist und wiederholt werden muss. Dadurch müssen die Patienten länger im Gerät liegen. Die nachfolgenden Patienten müssen warten. Und genau so wenig wie wir beim Zahnarzt warten wollen, wollen wir, dass Patienten bei uns warten müssen. Also: bitte ganz ruhig liegen bleiben. Wir lagern Sie bequem.
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