Wenn Ihre Ärztin / Ihr Arzt der Meinung ist, dass bei Ihnen eine
Kernspintomographie des Bauchraumes
durchgeführt werden soll, dann haben Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gegenüber Beschwerden geäußert, die sie / ihn an krankhafte Veränderungen der Oberbauchorgane (Leber, Bauchspeicheldrüse, Milz, Nieren) denken lassen. Weiter können Veränderungen im kleinen weiblichen Becken (Gebärmutter, Gebärmutterhals, Eierstöcke) und im kleinen männlichen Becken (Prostata) sowie der Harnblase und des Beckenbodens (Fisteln, Abzesse) präzise dargestellt werden.
Als spezielle Untersuchungsmethode werden Untersuchungen des Dünndarms (MR-Enteroklysma) bei bestimmten Fragestellungen durchgeführt. Sollten Sie zu einer solchen Untersuchung kommen, erkundigen Sie Sich bitte davor telefonisch, ob Sie bestimmte Verhaltensmaßregeln einhalten müssen. In der Regel sollten Sie 36 Stunden vor der Untersuchung keine feste Nahrung, aber reichlich Tee, Wasser oder Brühe zu sich nehmen. Je nach Fragestellung kann die Untersuchung mit einer Sonde, die zuvor über die Nase gelegt wurde, durchgeführt werden und über die eine Flüssigkeit gegeben wird oder aber sie müssen in einem Zeitraum von ca. 1,5 Stunden eine Flüssigkeit trinken, die den Dünndarm gut auffüllt. Es hört sich dies viel schlimmer an, als es in Wirklichkeit ist.
Weiter kann eine Untersuchung des Dickdarms dann erfolgen, wenn eine normale Darmspiegelung nicht möglich ist, z.B. weil eine Enge im Darm nicht mit dem Endoskop passierbar ist. Die Kernspintomographie ist weiterhin sehr hilfreich bei der Einschätzung bösartiger Tumore des Enddarms, insbesondere wenn eine Entscheidung ansteht, wie weiter behandelt werden soll.
Eine besondere Hilfe für den behandelnden Arzt/die behandelnde Ärztin ist die Darstellung des Beckenbodens, wenn im die Beurteilung von Fisteln oder Abzessen geht. Mit der Kernspintomographie ist die Ausdehnung und Lokalisation dieser teilweise äußert schmerzhaften und unangenehmen Veränderungen gut zu bestimmen und Behandlungserfolge zu beurteilen oder Komplikationen rechtzeitig zu erkennen. Moderne Proktologie ist unserer Meinung nach (und der behandelnden Ärzte) ohne Kernspintomographie nicht mehr denkbar.
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